Das Programm

Das war das Programm der Jahrestagung // Mitbestimmung 4.0


Eröffnung der Jahrestagung
// Mitbestimmung 4.0

09:00 - 09:20 Uhr

Begrüßung und Einführung mit
Gunnar Rothenburg (Deutsche Bahn AG)

und Christian Lorenz (DGFP)


Keynote zum Auftakt

9:20 - 09:45 Uhr

HR als Transformationsgestalter

mit  Martin Seiler (Deutsche Bahn AG)

 

 


Impuls aus der Praxis

9:45 - 10:30 Uhr


MitbestimmungPLUS - Wie die Deutsche Bahn die Mitbestimmung zukunftsfähig macht

mit  Peggy Schreiber-Geyer (Deutsche Bahn AG) und Gunnar Rothenburg (Deutsche Bahn AG)

Die Digitalisierung ist mehr als nur eine technologische Frage. Sie ist auch eine Herausforderung für die Mitbestimmung: Wie macht man Mitbestimmung zukunftsfähig? Gibt es Chancen, den Wunsch von Beschäftigten nach mehr Individualität und die Stärkung kollektiver Beteiligungsformate miteinander zu verknüpfen? Passen Digitalisierung und  kooperative Mitbestimmungsmodelle überhaupt zusammen? Diese aus der Mitbestimmungsperspektive zentralen Fragestellungen begleiteten einen gemeinsam vom Personalvorstand und Konzernbetriebsrat der Deutschen Bahn AG gestarteten Aufruf an die Beschäftigten, Ideen für neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zu entwerfen.

In der Session berichten wir aus der paritätisch besetzten Arbeitsgruppe mit dem Titel MitbestimmungPLUS, die alle eingereichten Vorschläge in Themencluster strukturiert, passgenaue Prototypen entwickelt und diese in intensiven Erprobungsphase getestet hat. Welche Erfahrungen haben wir bei der Bahn mit dem Thema Mitbestimmung 4.0 gesammelt, wie wird es weitergehen?


Kaffeepause

10:30 - 11:00 Uhr


Impuls aus der Praxis

11:00 - 11:45 Uhr

Mitbestimmungskultur 4.0 als Antwort auf die digitale Transformation – Wie der Betriebsrat bei AUDI das Projekt „Vision Ingolstadt 2030“ angestoßen hat

mit Jörg Schlagbauer (AUDI AG)

Mit der Digitalisierung verändert sich die Arbeitswelt rasant. Sie stellt nicht nur das Management und die Beschäftigten, sondern auch die Betriebsräte vor ganz neue Herausforderungen. Um die Humanisierung der Arbeit voranzutreiben, müssen sich die Arbeitnehmervertreter vorausschauend mit den Zukunftstrends beschäftigen und zugleich die Mitbestimmung in den Unternehmen weiterentwickeln.

Jörg Schlagbauer erklärt, wie sich der Betriebsrat der AUDI AG am Standort Ingolstadt im Rahmen des Zukunftsprojektes „Vision Ingolstadt 2030“ auf den Weg zu einer Mitbestimmungskultur 4.0 gemacht hat und die Zusammenarbeit innerhalb der BR-Gremien und mit der Arbeitgeberseite verändert.

 

 


Impuls von der Gewerkschaft

11:45 - 12:10 Uhr

"Mitbestimmung 4.0“ – Antworten der IG Metall auf veränderte Anforderungen an die Mitbestimmung.

mit Dr. Detlev Gerst (IG Metall)

Mitbestimmung ist die tragende Säule einer Sozialpartnerschaft, der es gelingt, Wettbewerbsfähigkeit mit guten Arbeitsbedingungen zu vereinbaren. Mit der Digitalisierung gewinnt der betriebliche Wandel jedoch an Geschwindigkeit und an Komplexität. Zudem erfordert der Wettbewerb zunehmend Flexibilität und Agilität. Dies begründet Entwicklungsbedarf für die Praxis der Mitbestimmung. In dieser Situation wird bisweilen eine Begrenzung von Mitbestimmungs- und damit verbunden auch Schutzrechten gefordert.

Diese Forderungen führen jedoch in die Irre. Tragfähige Lösungen liegen allein in einer gemeinsamen Erneuerung der Sozialpartnerschaft. Es wird entscheidend, dass Betriebsräte und Unternehmensleitung lernen, die notwendigen Veränderungen gemeinsam und agil als Prozesse zu gestalten.


Diskussionsrunde 

12:10 - 12:45 Uhr

Agil & Digital - Wie können Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter auch in Zukunft gut zusammenarbeiten?

Dr. Detlev Gerst (IG Metall), Arno Schirmacher (Hamburger Hafen und Logistik AG), Jörg Schlagbauer (AUDI AG) und Martin Seiler (Deutsche Bahn AG)


Mittagessen

12:45 - 14:00 Uhr


Parallele Sessions - Runde 1

14:00 - 15:00 Uhr

Impuls aus der Praxis

Standardisierte IT-Mitbestimmung - Wie die Continental AG die Einführung neuer IT-Systeme beschleunigt

mit Nadine Lewerenz (Continental Automotive GmbH)

Die Digitalisierung bestimmt auch die Grundprinzipien unserer Zusammenarbeit. Eine moderne und vertrauensbasierte Kultur, eine konsequente und partizipative Führung sowie die passenden Rahmenbedingungen erlauben es uns, unsere Werte zu leben.
Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung zu nutzen, um den Informationsanspruch des Betriebsrates sicherzustellen und durch die Nutzung von Mustern die Ausübung der Mitbestimmung zu vereinfachen und zu beschleunigen. Hierbei stellte sich anfangs die Kernfrage, wie umfangreich die (gewollte) Leistungs- oder Verhaltenskontrolle durch das EDV-System sein sollte. Denn bei vielen der eingesetzten EDV-Systeme erfolgt keine oder nur aus technischen bzw. gesetzlichen Notwendigkeiten notwendige Leistungs- oder Verhaltenskontrolle.

In dieser Session berichten wir, wie man ein geeignetes EDV-System erkennt und beurteilt und welche Schritte wir in der Evolution of Office 365 gegangen sind. Mitbestimmung 4.0 und die Einführung neuer Gremien, hat uns auch einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Impuls aus der Beratung

Agilität vs. Lagerdenken - Wie sich im Rahmen der betrieblichen Mitbestimmung moderne Zusammenarbeitsmodelle etablieren lassen.

mit Marco Holzapfel (Betriebsdialog)

Allgemeine Partizipation im Beschäftigungsumfeld ist auf Wachstumskurs - sei es im Rahmen von agilem Arbeiten oder in Leuchtturmprojekten, wie beispielsweise „Mitarbeiter wählen ihren Chef“. Demgegenüber steht die betriebliche Mitbestimmung nach dem BetrVG, welche nach wie vor von Lagerdenken und sich selbst erfüllenden Prophezeiungen geprägt ist.

In der Session zeigt Marco Holzapfel anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis, wie es gelingen kann, die Umsetzung der betrieblichen Mitbestimmung im Unternehmen von beiden Betriebsparteien neu zu denken, darüber zu sprechen und ein modernes Zusammenarbeitsmodell zu vereinbaren.

Impuls aus der Praxis

Agile Arbeitsmethodik ermöglicht neue Mitbestimmungsprozesse! Wie die HHLA Mitbestimmung und agiles Projektmanagement vereint.

mit Arno Schirmacher (Hamburger Hafen und Logistik AG)

Die Anforderungen an Organisationen, sich schneller zu entwickeln und innovativer zu werden, sind enorm. Technische Innovationen werden nicht nur agil entwickelt, auch die Implementierung dieser erfolgt innerhalb der Organisation zunehmend mit Hilfe agiler Methoden. Die HHLA hat Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen abgeschlossen, die ein solches Vorgehen ermöglichen. Durch stetige Iterationsschleifen, die Einbindung der Keyuser und den direkten Dialog aller Beteiligten in den Sprintplannings steigt die Qualität und die Geschwindigkeit der Implementierung. Dadurch kann der Mitbestimmungsprozess synchron zum Entwicklungsprozess verlaufen. Die Ergebnisse der so getätigten Entwicklungen sind ausgezeichnet: Die Umsetzung erfolgt in bester Qualität, im geplanten Budget und in time.

Arno Schirmacher, Leiter des Personalmanagments, berichtet von der Arbeit mit dem Betriebsrat in der agilen Projektarbeit und den Erfahrungen mit den geschlossenen Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen.


Kaffeepause

15:00 - 15:30 Uhr


Parallele Sessions - Runde 2

15:30 - 16:30 Uhr

Impuls aus der Praxis

Die Einführung von Office 365 – Wie die Continental AG mit dem Betriebsrat eine „Vertrauensvereinbarung“ geschlossen hat.

mit Harald Schirmer (Continental AG)

Unsere gemeinsame Lernreise vom bekannten Format "Betriebsvereinbarung" zur "Vertrauensvereinbarung" - einem Manifest mit unserem Betriebsrat.
Gelebte Werte und antworten auf die Dynamik einer komplexen, kaum planbaren Zukunft in der sich stetig Rahmenbedingungen ändern.
Wie wir mit Respekt, Transparenz und Beteiligung gemeinsame Lösungen finden.

 

 

Impuls aus der Beratung

An dem Rahmen soll es nicht scheitern! Welchen Freiraum das Betriebsverfassungsgesetz für eine agilere Mitbestimmung lässt.

mit Thomas Hey (Bird&Bird)

Die Digitalisierung bringt große Herausforderungen für die Mitbestimmung, sowohl auf betrieblicher als auf Unternehmensebene. Tools und elektronische Formulare verdrängen Gespräche und Sitzungen. Das Thema IT, Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die geeignet sind, das Verhalten oder die Leistung von Arbeitnehmern zu überwachen, und auch der Datenschutz nehmen einen immer größeren Raum der Betriebsratsarbeit ein. Auf der anderen Seite diffundiert die klassische Belegschaft durch mobiles Arbeiten und virtuelle Betriebsstrukturen immer mehr, sodass es für den Betriebsrat schwerer wird, den Kontakt zu den Beschäftigten zu halten. Es müssen neue Wege des Miteinanders gefunden werden.

Thomas Hey zeigt auf, welchen Spielraum das Betriebsverfassungsgesetz für neue Formen der Mitbestimmung lässt und wie die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite diesen für ein besseres Miteinander nutzen können.

Impuls aus der Praxis

Die Rahmenvereinbarung zur Transformation - Wie die DB Systel GmbH eine lernende Gesamtbetriebsvereinbarung geschlossen hat.

mit Silke Schweizer (DB Systel GmbH)

Im Oktober 2016 haben die Sozialpartner begonnen, bei DB Systel eine Rahmenvereinbarung zur Transformation zu verhandeln. Von Beginn an haben beide Seiten klargemacht, dass die Transformation ein gemeinsames Experiment ist und nach und nach das geregelt werden soll, was als regelungsbedürftig angesehen wird. So haben beide Seiten etwa alle 6 Monate neue Erkenntnisse gemeinsam ausgewertet und erforderliche Regelungen ergänzt.

Silke Schweizer erklärt, wie sie damit einen sich regelmäßig weiterentwickelnden Rahmen für die Transformation schaffen, der Orientierung gibt und iterativ weiterentwickelt wird. Aktuell verhandeln bei Seiten die Version 3.0.


Sum Up und Verabschiedung von der Jahrestagung // Mitbestimmung 4.0

16:30 - 17:00 Uhr

 mit
Gunnar Rothenburg (Deutsche Bahn AG)

und Christian Lorenz (DGFP)


Das Programm zum Download als PDF finden Sie hier.

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